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Parvez Sharma drehte A JIHAD FOR LOVE aus einem Selbstverständnis, das allein vielen verwunderlich vorkommen mag. Als ´muslim gay filmmaker“, bereiste er 5 ½ Jahre lang zwölf Länder (zwischen Iran und Ägypten, zwischen Indien und Südafrika), in denen er teilweise nur unter großem Risiko filmen konnte und sprach mit Menschen, die sich auf unterschiedlichste Weise ihrem Glauben verbunden fühlen, die Lebensfreude, Lebensmut und Kraft ausstrahlen und –unter oft widrigen Umständen- weder bereit sind ihren Glauben noch ihren Anspruch auf persönliches Glück aufzugeben.
In der derzeitigen Wahrnehmung wird der Begriff „Jihad“ als Synonym für einen „Heiligen Krieg“ benutzt. A JIHAD FOR LOVE lenkt den Blick auf den ursprünglichen Wortsinn im Arabischen, eine „innere Anstrengung“ (innere Bemühung), „ein Streben auf dem Pfade Gottes“. Die Protagonisten des Films leben ihre persönlichen „Jihads“ nach Liebe. Ihr Streben danach hat sie in schwere Konflikte gebracht: mit ihren Ländern und deren Gesetzgebung, mit ihren Familien und immer wieder mit sich selbst. Denn homosexuell und ein gläubiger Moslem zu sein berührt ein Tabu, über das kaum etwas bekannt ist.
Der Weg, den schwule und lesbische Muslime gehen, ist ein vielfach wenig gradliniger, einsamer und nicht selten gefährlicher. Die Mehrheit aller Moslems glaubt, dass der Koran Homosexualität verbiete. In einigen Ländern mit muslimischer Mehrheitsbevölkerung basiert das Verbot von männlicher Homosexualität (lesbische Liebe kommt im Koran angeblich nicht vor) auf Koranauslegungen, derer sich religiöser, Stammes- und Militärführer bedienen um Homosexuelle zu überwachen, gefangen zu nehmen, zu foltern und umzubringen.
Auch diejenigen, die nach Europa oder Nordamerika emigrieren und einen westlichen Lebensstil aneignen, offen „gay“ oder „queer“ leben, erleben die Freiheit ihrer neuen Heimat seit dem 11. September und den Bombenattentaten in Madrid und London beeinträchtigt durch rassistische Vorurteile und Staatsüberwachung. Aus diesem Gründen wenden sich viele schwule und lesbische Moslems ganz von ihrem Glauben ab.
Die Protagonisten von A JIHAD FOR LOVE sind jedoch nicht bereit einen Glauben aufzugeben, den sie ehren und der für sie ein Quell der Lebenskraft ist. Sie streben nach einer neuen Beziehung zum Islam, nach einer Versöhnung ihres Glaubens mit der ureigenen Realität ihres Lebens. Es scheint als wollten die Protagonisten des Films allen Muslimen einen Weg aufzuzeigen, der sie über die feindlich-gesinnte, kriegszerrissene Gegenwart hinaus in eine hoffnungsvollere Zukunft führt.
Klar ist: Es fiel keinem der Protagonisten leicht, die Teilnahme am Film zuzusagen, Teil von A JIHAD FOR LOVE zu werden. Wie Parvez Sharma waren alle jedoch bereit dieses Risiko einzugehen, um die Bedeutung ihrer Suche nach einem gleichberechtigten Anspruch auf ihren tief empfundenen Glauben zu unterstreichen.
Dabei unterscheiden sich die Protagonisten von A JIHAD FOR LOVE durchaus in ihren ganz persönlichen Interpretationen des Islams: einige mit einer strikteren, orthodoxen Auslegung, andere mit eher säkularen Leben, die jedoch in einer tiefen Spiritualität wurzeln.
„Der Film und das macht ihn einzig, spricht mit einer muslimischen Stimme.“ sagt Parvez Sharma. „Er strebt nach einem Dialog, der in der jüngeren islamischen Geschichte nicht existierte, der den Begriff „jihad“ als Streben verstanden wissen will und nicht als Krieg, ein Film, der das Streben nach Liebe thematisiert.“ |
| Director, Producer |
Parvez Sharma |
| Producer |
Sandi Dubowski |
| Executive Producers |
Michael Huffington |
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Andrew Herwitz |
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Linda Saetre |
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Eileen Opatut |
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Dave Mace |
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| Directors of Cinematography |
Parvez Sharma |
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Berke Bas |
| Editor |
Juliet Weber |
| Creative Consultant |
Peter Friedman |
| Composers |
Richard Horowitz |
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Sussan Deyhim |
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A JIHAD FOR LOVE ist eine Produktion der Halal Films koproduziert von Channel 4, ARTE, ZDF, SBS, and U.S. LOGO Sundance Documentary Fund, The Katahdin Foundation.
Die Herstellung des Films wurde von 22 Stiftungen und durch persönliche Spenden unterstützt: The Sundance Documentary Fund, the Andy Warhol Foundation, The van Ameringen Foundation, The Hartley Film Foundation, The Mathilde Krim Foundation, The Andrew Tobias Foundation - Stonewall Community Foundation, the E. Rhodes and Leona B. Carpenter Foundation, The Fledgling Fund, The Bruce Bastion Foundation, The Foundation for Fairer Capitalism, The Ted Snowdon Foundation, and The Mark D. Hostetter and Alexander N. Habib Foundation. |